Wenn der nächste Schock kommt: Warum Unternehmen ihre Strategien öfter stresstesten sollten
- vor 4 Tagen
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Geopolitische Spannungen, neue Zölle, unterbrochene Lieferketten. Was vor wenigen Jahren noch als Ausnahmesituation galt, ist für viele Unternehmen inzwischen Alltag geworden. Eine aktuelle Studie zur Risikolandschaft 2026 zeigt: 80 Prozent der befragten Führungskräfte sagen, die globale Risikolage sei stärker von Krisen geprägt als je zuvor. Fast drei Viertel der CEOs verlagern laut dem EY-Parthenon Geostrategic Outlook 2026 bereits Teile ihrer Produktion näher an ihre Absatzmärkte oder haben das schon getan. Geopolitik gehört mittlerweile sogar zu den größten Haftungsrisiken für Vorstände und Führungskräfte.
Das eigentliche Problem: Reaktion statt Vorbereitung
Viele Unternehmen reagieren auf solche Entwicklungen erst dann, wenn es bereits zu spät ist und Lieferanten ausfallen, neue Zölle verhängt werden, oder eine Region politisch instabil wird. Erst dann beginnt die Suche nach Alternativen, oft unter Zeitdruck und mit unvollständigen Informationen.
Dabei sind Unternehmen, die ihre Strategien vorab auf verschiedene Szenarien hin durchspielen, im Ernstfall deutlich schneller handlungsfähig. Hinzukommt das Problem, dass ein einzelner Krisenplan nicht mehr ausreicht. Die Risiken sind heute so vielfältig und so eng miteinander verflochten, dass ein statisches Planspiel schnell an seine Grenzen stößt.
Wie STAT-UP dabei unterstützt
Mit unserer Scenario Evaluation Platform können Unternehmen komplexe Strategien systematisch stresstesten. So lassen sich verschiedene Entwicklungen gleichzeitig durchspielen, etwa ein Lieferantenausfall in Kombination mit steigenden Rohstoffpreisen und einer neuen Handelsbeschränkung. So beschäftigt sich einer unserer Kunden mit der Frage, welchen Zollrisiken sein internationales Geschäft ausgesetzt ist – unsere Plattform hilft dabei, Schwellenwerte für kritische Faktoren festzulegen, die ein Eingreifen nötig machen. Ein inhaltlich gänzlich anderer, aber strukturell identischer Fall: Ein globaler Getränkehersteller hat die Plattform eingesetzt, um frühzeitig u. a. die Auswirkungen regulatorischer Änderungen auf seinen Umsatz zu testen: Was, wenn Deutschland eine Zuckersteuer einführt? Während die jüngsten politischen Entwicklungen viele Hersteller – und auch den Zoll, der die Steuer eintreiben soll (https://table.media/ceo/news/zuckersteuer-zollgewerkschaft-haelt-einfuehrung-im-naechsten-jahr-fuer-unrealistisch) - vor große Herausforderungen stellen, konnte dieses Unternehmen bereits vorausschauend Szenarien durchspielen und optimale Strategien für verschiedene Zukünfte entwickeln.
Für das Top-Management entsteht dadurch keine belastbare Entscheidungsgrundlage. Maßnahmen lassen sich priorisieren, bevor der Ernstfall eintritt, anstatt erst danach.
Wie kann das aussehen?
Ein Industrieunternehmen bezieht seit Jahren ein wichtiges Bauteil von einem einzigen Lieferanten in einer politisch angespannten Region. Bisher gab es dafür keinen dokumentierten Alternativplan. Mit der Scenario Evaluation Platform lässt sich durchspielen, was ein kurzfristiger Ausfall für Produktion, Kosten und Lieferzeiten bedeuten würde, und welche Beschaffungsstrategie das Risiko am wirksamsten reduziert. Die Entscheidung darüber, ob und wann die Umstellung auf einen zweiten Lieferanten sinnvoll ist, wird dadurch nicht mehr aus einem Bauchgefühl heraus getroffen, sondern auf Basis konkreter Zahlen.
Fazit
Krisen lassen sich nicht verhindern, aber Unternehmen können sich besser darauf vorbereiten, welche Auswirkungen sie auf die eigene Strategie haben könnten. Unternehmen, die das tun, verlieren im Ernstfall weniger Zeit und vermeiden schlechte Entscheidungen, indem sie direkt handlungsfähig sind.
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Quellen:


