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Apertus - das vollständig offene, mehrsprachige KI-Modell aus der Schweiz

  • 26. Sept. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Aug.

STAT-UP AI Newsletter · Freitag, 26. September 2025 · Vol. 8

STAT-UP KI-Newsletter Illustration zum offenen Schweizer KI-Modell Apertus

Willkommen zur neuen Ausgabe unseres STAT-UP KI-Newsletters! Heute geht es um ein Thema, das gerade viel Aufmerksamkeit erhält, insbesondere für Data Science und regulierte KI-Anwendungen.

Zitat der Woche

Was bedeutet das?

Dieses Zitat bringt präzise auf den Punkt, was Apertus von vielen bisherigen Sprachmodellen unterscheidet: nicht nur Teile, sondern der ganze Entwicklungsprozess ist offengelegt. Ein mutiger Schritt in Richtung Nachvollziehbarkeit und Vertrauen.

Was ist Apertus genau?

Am 2. September 2025 haben EPFL, ETH Zürich und das Schweizer Supercomputing-Zentrum CSCS gemeinsam Apertus veröffentlicht: ein Large Language Model (LLM), bei dem Architektur, Trainingsdaten, Modellgewichte und Trainingsprozesse öffentlich zugänglich gemacht wurden.


Das Modell existiert in zwei Varianten: eine kleinere Version mit 8 Milliarden Parametern und eine größere mit 70 Milliarden Parametern. Beide Versionen stehen unter einer permissiven Open-Source-Lizenz. Trainiert wurde auf 15 Billionen Tokens in über 1.000 Sprachen, wobei ca. 40 % der Daten nicht-englischsprachig sind. Insbesondere sollen auch unterrepräsentierte Sprachen wie Schweizerdeutsch oder Rätoromanisch berücksichtigt worden sein.

Zugangsmöglichkeiten bestehen über Plattformen wie Hugging Face, Swisscom (Schweizer KI-Plattform) sowie das Public AI Network. Neben dem Modell selbst wurden Zwischen-Checkpoints, Datensätze und Filterregeln dokumentiert, mit dem Anspruch, den gesamten Trainingsprozess vollständig reproduzierbar zu machen. Zudem wurde explizit darauf geachtet, Datenschutz und rechtliche Vorgaben einzuhalten, z. B. Filterung von personenbezogenen Daten, Beachtung von Webseiten-Opt-outs und Compliance mit schweizerischem Recht sowie EU-Regeln.

Potenzielle Auswirkungen & Anwendungsbeispiele

  • Europa & KI-Souveränität: Apertus kann als Blaupause dienen, wie öffentliche und transparente KI-Infrastruktur aussehen kann – als Alternative zu rein proprietären Systemen.

  • Vertrauenswürdige KI-Produkte: Unternehmen könnten künftig KI-Dienste anbieten, bei denen Nutzer:innen Einblick erhalten, wie Antworten zustande kommen, insbesondere in sensiblen Bereichen.

  • Domänenspezifische Erweiterungen: Ausgehend vom offenen Kern lassen sich Spezialisierungen z. B. für Recht, Medizin oder Technik durchführen, mit vollständiger Transparenz über Trainingsdaten und Anpassungen.

  • Forschung & Lehre: Universitäten und Hochschulen erhalten Zugang zu einem leistungsstarken LLM, das sie im Unterricht, in Projekten und zur Lehre einsetzen können, ohne Blackbox-Hürde.

Quellen dieser Ausgabe: ETH Zürich – Pressemitteilung „Apertus: a fully open, transparent, multilingual language model" (2. September 2025); artificialintelligencenews – Bericht zu Apertus (14. September 2025); OpenDataScience – Artikel „Switzerland launches Apertus…"; Swiss AI Initiative / SwissAI.org

Hinweis: Dieser Newsletter wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

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