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Warum KI-Innovation mit einer einfachen Frage beginnt: „Was wundert mich?"

  • 19. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

STAT-UP AI Newsletter · Freitag, 19. Juni 2026 · Vol. 42

STAT-UP KI-Newsletter Illustration zu Neugier als Schlüssel für KI-Innovation

Willkommen zur neuen Ausgabe unseres STAT-UP KI-Newsletters! Diese Woche geht es nicht um das nächste Modell, den nächsten Bot oder das nächste Tool, sondern um etwas, das im KI-Zeitalter leicht unterschätzt wird: unsere Fähigkeit, neugierig zu bleiben.

Zitat der Woche

Was bedeutet das?

Frederik G. Pferdt argumentiert, dass Wachstum und Innovation nicht nur durch Technologie, Strategien oder schnellere Prozesse entstehen. Entscheidend sei eine Haltung: wahrnehmen, hinterfragen, staunen. Gerade im KI-Zeitalter ist das relevant, weil KI zwar Antworten liefern kann, die besseren Fragen müssen aber weiterhin Menschen stellen.

Worum geht es?

Der Handelsblatt-Gastkommentar von Frederik G. Pferdt setzt einen ungewöhnlichen Akzent in der aktuellen KI-Debatte: Nicht die Technologie allein entscheidet darüber, ob Unternehmen zukunftsfähig werden, sondern die Haltung, mit der Menschen ihr begegnen. Pferdt war laut Handelsblatt Googles erster Chief Innovation Evangelist und lehrte an der Stanford University; heute arbeitet er mit Organisationen weltweit zu Innovation, Kreativität und Zukunft.

Seine zentrale These: Wer sich wundert, wird neugierig. Wer neugierig ist, stellt Fragen. Und wer Fragen stellt, verändert Dinge. Das klingt zunächst sehr einfach, ist aber für den Umgang mit KI ziemlich wichtig. Denn viele Unternehmen diskutieren KI aktuell vor allem als Effizienztechnologie: Wie sparen wir Zeit? Welche Aufgaben lassen sich automatisieren? Wo werden Prozesse schneller? Das ist sinnvoll, aber nur die halbe Geschichte. Die größere Chance entsteht dort, wo Menschen KI nutzen, um neue Möglichkeiten zu entdecken.

Ein Beispiel: Eine Abteilung nutzt KI lediglich, um einen bestehenden Bericht schneller zusammenzufassen. Das spart Zeit. Spannender wird es aber, wenn das Team fragt: „Welche Fragen stellen wir in unseren Berichten eigentlich nie?" oder „Welche Muster übersehen wir, weil wir immer gleich auf unsere Daten schauen?" Genau hier wird KI vom Werkzeug zur Denkpartnerin, nicht, weil sie die besseren Ziele kennt, sondern weil sie helfen kann, neue Perspektiven sichtbar zu machen.

Betroffen sind damit nicht nur IT-Teams oder Data-Science-Abteilungen. Auch Vertrieb, Marketing, HR, Controlling, Kundenservice und Management können profitieren. Überall dort, wo Entscheidungen vorbereitet, Texte erstellt, Daten interpretiert oder Ideen entwickelt werden, kann KI unterstützen. Aber der Nutzen hängt stark davon ab, wie gut die Fragen sind. Wer KI nur mit Standardaufgaben füttert, bekommt Standardantworten. Wer neugierig experimentiert, entdeckt eher neue Arbeitsweisen.

Pferdt beschreibt im Artikel auch einen „Wonderwalk" an der Stanford University: 20 Minuten ohne Ziel, ohne Kopfhörer, nur mit Aufmerksamkeit für das, was sonst übersehen wird. Übertragen auf den Arbeitsalltag könnte das heißen: Bevor wir KI einsetzen, halten wir kurz inne und fragen uns, was uns an einem Prozess irritiert, überrascht oder stört. Genau daraus entstehen oft die besten Anwendungsfälle. Die Botschaft der Woche lautet also: KI beginnt nicht mit dem perfekten Prompt. Sie beginnt mit echtem Interesse.

Hinweis: Dieser Newsletter wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

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